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Begriffsentwirrung: Leichte vs. Einfache Sprache

Der Zugang zu Online-Informationen ist für alle Nutzergruppen wichtig. "Leichte Sprache" und "Einfache Sprache" spielen dabei eine zentrale Rolle. "Leichte Sprache" wurde speziell entwickelt, um Menschen mit Lernschwierigkeiten oder kognitiven Einschränkungen den Zugang zu Texten zu erleichtern. Sie zeichnet sich durch einen sehr strukturierten Aufbau, kurze Sätze und eine begrenzte Wortwahl aus.

Im Gegensatz dazu ist die "Einfache Sprache" weniger reglementiert und soll einem breiteren Publikum, auch Menschen mit geringen Sprachkenntnissen, den Zugang zu Informationen erleichtern. Sie stellt komplizierte Sachverhalte in allgemein verständlicher Sprache dar, ist aber in Wortwahl und Satzbau nicht so streng wie die "Leichte Sprache".

Gesetze und Richtlinien: BITV im Blick

In Deutschland schreibt die BITV 2.0 vor, dass öffentliche Stellen ihre Websites und mobilen Anwendungen barrierefrei gestalten müssen. Dazu gehört auch die sprachliche Gestaltung der Inhalte. Die BITV 2.0 macht keine direkten Vorgaben für "Leichte" oder "Einfache Sprache", fördert aber die generelle Zugänglichkeit digitaler Angebote.

Webdesign mit Weitsicht

Bei der Entwicklung von Webseiten aller Art ist es wichtig, ein Bewusstsein für sprachliche Barrieren zu schaffen, die Nutzerinnen und Nutzer beim Zugang zu digitalen Inhalten erleben können. Texte sollten so aufbereitet werden, dass sie für die Zielgruppe leicht verständlich sind. Unter Umständen ist es dabei wichtig, Fachjargon zu vermeiden und komplexe Informationen verständlich darzustellen.

Websites, die Inhalte in "Leichter" oder "Einfacher Sprache" anbieten, erweitern ihre Reichweite und verbessern das Nutzererlebnis. Dadurch werden nicht nur Menschen mit Einschränkungen erreicht, sondern auch die allgemeine Verständlichkeit erhöht, was bei einer globalen und vielfältigen Zielgruppe von großem Vorteil ist.

Sich mit der Verständlichkeit von Website-Texten zu beschäftigen, ist nicht nur für Betreiber behördlicher Websites lohnend.

Praktische Hinweise

Screenshot einer Softwareoberfläche zur Umwandlung von texten in leichte oder einfache Sprache
Der Text dieses Artikels – umgewandelt in "leichte" Sprache mit txttool.

Grundsätzlich ist es empfehlenswert, die Erstellung von Texten in "leichter" und "einfacher Sprache" spezialisierten Agenturen zu überlassen. Hier sind Profis am Werk und die Texte werden ausgiebig getestet.

Allerdings bietet txttool mit dem "Vereinfachte Sprache"-Tool eine praktische Alternative an. Dieses ermöglicht es, mit geringem Aufwand Texte massiv zu vereinfachen und so die Zugänglichkeit von Webinhalten zu verbessern. Darüber hinaus lässt sich der Komplexitätsgrad einer in txttool hinterlegten Markensprache granular steuern – die Texte werden dann z.B. grundsätzlich "einfacher" generiert. Auch ließe sich der Komplexitätsgrad der Texte mit der Auswahl der Zielgruppen-Personas verknüpfen. Dann würden die Texte je nach Zielgruppenauswahl mehr oder weniger komplex.

Für die Überprüfung stehen eine ganze Reihe von Online-Angeboten mit Test-Tools zur Verfügung. Eines davon ist das Test-Tool von Wortliga. Hier erreichen die mit txttool in "Leichte Sprache" gewandelten Texte übrigens eine sehr gute Bewertung.

Die Einhaltung von Barrierefreiheit und die Bereitstellung von Inhalten in "Leichter" und "Einfacher Sprache" sind aus unserer Sicht mehr als eine gesetzliche Verpflichtung.

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